Gesundheit ganzheitlich gedacht

Oft verbinden Wir Gesundheit mit der Abwesenheit von Krankheit und das ist zunächst auch richtig so. Gesundheit ist unser persönlicher Zustand, in Abwesenheit von körperlichen oder psychischen Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht aber noch einen Schritt weiter und schreibt:

„Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ (WHO, 2006)

Sicher, es handelt sich hier um eine Idealvorstellung. Aber Gesundheit ist mehr und Gesundheit kann mehr, als nur die Abwesenheit eines individuellen Gebrechens zu sein. Nur weil Wir nicht krank sind, sind wir noch lange nicht gesund. Gesundheit, das ist nicht nur Zustand, sondern vor allem Prozess. Und nicht nur einer. Wie bewerten Wir zum Beispiel, ob Wir an einem gesunden Arbeitsplatz arbeiten oder in einer gesunden Familie oder einem gesunden Freundeskreis leben? Gesundheit muss ganzheitlich gedacht werden und dazu müssen Wir Bereiche in unserem Leben berücksichtigen, die unsere Gesundheit nicht nur schützen, sondern sie auch fördern. Dazu zählen nicht nur körperliche Faktoren, wie sportliche Betätigung, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend erholsamer Schlaf, sondern auch die Vielzahl an Facetten unseres psychischen und sozialen Wohlbefindens.   Psychisches Wohlbefinden findet sich vor allem in Fragen nach der eigenen Lebenszufriedenheit. Wie zufrieden bin ich mit meiner allgemeinen Lebensqualität? Wie kann ich mit alltäglichen Stressoren umgehen? Empfinde ich viele positive Emotionen? Wie gut kann ich mit negativen Emotionen und belastenden Situationen umgehen?

Und, fühle ich mich dabei ausreichend eingebunden in mein soziales Umfeld, wie Familie, Freunde oder im Kollegenkreis auf der Arbeit? Die Fragen nach soziale Unterstützung, nach vertrauensvollen Beziehungen sind entscheidend für unser soziales Wohlbefinden und hängen ganz deutlich mit Fragen des psychischen Wohlbefindens (z.B. Lebensqualität) zusammen. 

Auf dieser Seite möchte Ich der Vielfältigkeit des Gesundheitsbegriffs und den verschiedenen Bereichen menschlichen Wohlbefindens begegnen und versuchen gerecht zu werden. Es soll auf dieser Seite nicht nur um das „Was“ gehen, um Störungs- und Lösungsmodelle, Krankheits- und Gesundheitstheorien, sondern viel mehr um das „Wie“ im Konkreten. 

 

Über mich

Lukas D. Maher

  • Psychologe (M.Sc.). Schwerpunkt: Essstörungen, Körperbild und Sportverhalten (bei Männern) 
  • Psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung (Systemische Therapie)
  • Lizenzierter Fitnesstrainer 
  • Clinical Scientist 
 

Hallo und Willkommen auf meiner Website. Ganz schön veraltet so eine Homepage, in Zeiten von Social Media. Aber irgendwie hat es auch etwas zeitloses und unbewegliches. 

Ich bin Lukas, Psychologe (M.Sc.) und Psychotherapeut in Weiterbildung für Systemische Therapie. Zuvor habe ich einen Ausflug in die Tiefenpsychologie gemacht, mit der ich mich zumindest in einigen Konzepten auch noch verbunden fühle. Keine Sorge, bei mir wird aber keine Couch stehen. 

Neben dem psychotherapeutischen Arbeiten verbindet mich eine Leidenschaft mit der humanwissenschaftlichen Forschung. Mein Thema für meine Promotion und auch mein Steckenpferd: Essstörungen. 

 

Genauer gesagt: Essstörungen bei Männern vor dem Hintergrund sportlicher Aktivität. Das Interesse an Sport und seinen psychologischen Zusammenhängen hat mich auch zur Sportpsychologie gebracht, wo ich ebenfalls eine Weiterbildung absolviere. Auf meinem Instagram-Kanal informiere ich regelmäßig über Inhalte aus den Bereichen Psychologie, Psychosomatik, Psychotherapie und Forschung. Sportpsychologische Inhalte folgen sicher auch noch. Wenn Du fragen hast, schreibe mir gerne eine E-Mail oder kontaktiere mich auf Instagram. 

Ich freue mich!

Systemische Therapie

Systemische Therapie ist neben der Verhaltenstherapie und den psychodynamisch und psychoanalytisch orientierten Psychotherapien ein eigenständiges und mittlerweile in Deutschland als Richtlinienverfahren anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren. 

Die Systemische Therapie unterscheidet sich von anderen Strömungen vor allem in ihrer sehr deutlichen Lösungs- und Ressourcenorientierung. Keine Couch, Keine Etiketten. Systemische Therapie zielt auf Eigenverantwortung und Autonomie und möchte die/den Klient/in dabei unterstützen, die eigenen Handlungs- und Wahlmöglichkeiten  zu erweitern. Dabei interessiert sie sich keineswegs nur für den einen „kranken Patienten“. 

Psychische Störungen werden eher als „Kommunikationsstörungen“ betrachtet und stellen für den „Indexpatienten“, also die Person, welche die „Krankheitssymptome“ zeigt, eine Lösung für ein Problem dar. 

 

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vereinfachtes Systemische Modell nach Ruf (2007)

 

Systemische Therapie begreift die Welt konstruktivistisch. In therapeutischen Interventionen wird versucht Symptome und Probleme vor allem “ im Kontext“ zu begreifen und zirkuläre Interaktionsprozesse zu beachten und anzuregen. 

 

Was bedeutet „systemisch“?

Systemische Konzepte gehen davon aus, dass Menschen immer in einem spezifischen Kontext handeln. Ihr Handeln steht in Wechselwirkung mit dem Handeln anderer Menschen, den organisatorischen Rahmenbedingungen und den vorherrschenden Denkmodellen. Ich selbst absolviere ja zurzeit die Weiterbildung zum psychologischen Psychotherapeuten und möchte hier ein kleines Zitat meines Ausbildungsinstitutes anhängen.

 

Das Wissen um diese Zusammenhänge nutzen wir  […], um unsere KundInnen/KlientInnen in ihrer Lösungsentwicklung zu begleiten. Wir gehen dabei von der Annahme aus, dass die Potenziale, Ressourcen und Kompetenzen zur Lösungsfindung bereits in jedem Menschen angelegt sind. Folglich unterstellen wir Rat- und Hilfesuchenden Autonomie und betrachten diese als ExpertInnen ihrer selbst und ihrer Lösungen. 

(Quelle: Systemisches Institut Tübingen )

 

 

Sport und Gesundheit

Der Zusammenhang von sportlicher Betätigung und Gesundheit wird den meisten geläufig sein. Sport wirkt sich positiv auf unsere körperliche Gesundheit aus und fördert zudem das psychische Wohlbefinden. Auch Symptome von Depressionen oder anderen psychische Erkrankungen lassen sich durch gezielte körperliche Aktivität reduzieren. Heute erleben wir jedoch heute eine Vielzahl an Meinungen und Fakten, die den Namen nicht recht verdienen, dabei aber den Anspruch auf Wahrheit und Alleinstellung für sich erheben. Für den Einzelnen, möglicherweise psychisch oder körperlich belasteten Menschen steigt so das Risiko, am Ende einer Straße der falschen Versprechungen und Lügen, in eine Sackgasse zu geraten, die häufig nicht nur monetär schädigend ist. 

Ich möchte mit den gängigsten Mythen aufräumen und unterschiedliche Vorstellungen und Zugänge zu verschiedenen Sportarten und Gesundheitsmodellen aufzeigen, dabei beschäftige ich mich insbesondere mit Fragen zu Körperbild und Essverhalten bei sportlich aktiven Menschen. Besonders die oftmals randstellig betrachteten Männer interessieren mich. 

Essstörungen bei Männern?

Als mein eigenes „Steckenpferd“ habe ich bereits in meiner Abschlussarbeit die Auswirkungen von gesellschaftlichen Einflüssen (z.B. medialem Druck) auf das Körperbild, Ess- und Sportverhalten von jungen sportlich aktiven Männern untersucht. Aktuell arbeite ich an einer Übersichtarbeit zu Essstörungssymptomen bei trainierenden Männern. Trotz meines Schwerpunktes möchte ich hier keinesfalls den Sport im Allgemeinen oder den Kraftsport im Speziellen als „Risikofaktor“ bezeichnen, ich denke – und das gibt auch die wissenschaftliche Evidenz dazu her – dass Sport für die meisten Menschen eher als Schutzfaktor zu sehen ist. Körperlich, geistig und auch sozial. Dennoch wird es einige von Euch geben, denen der Einstieg in den sport, in das Einhalten bestimmter Ernährungsweisen schwer fallen wird. Und schwer kann hier vieles bedeuten: Etwas „nicht durchziehen“ zu können, kann ganz unterschiedliche Gründe haben: 

  • Befinde ich mich irgendwie das ganze Jahr über in mehr oder weniger frustrierenden Diäten?
  • Fällt es mir schwer mit einer Diät aufzuhören, wenn sie gerade so richtig gut funktioniert?
  • Habe ich Probleme regelmäßig zum Sport zu gehen?
  • Fühle ich mich schlecht, wenn ich es nicht schaffe?
  • Vernachlässige ich Freunde, Familie oder Arbeit, weil es mir wichtiger ist zum Sport zu gehen?
  • Habe ich Angst, ich könnte zunehmen? Oder sogar abnehmen? Oder meine „gute Form“ verlieren?

An dieser Stelle ein kleines Gedankenspiel mit dem Wort „driven“. In Bezug auf Sport kann es bedeuten, dass wir uns ehrgeizig, ambitioniert, ja fast leidenschaftlich in unserm Hobby engagieren. Und das ist auch gut so. Gleichzeitig kann „driven“ bedeuten, dass wir uns getrieben fühlen. Getrieben von Einflüssen aus unserem sozialen Umfeld (Anderen gefallen zu wollen), getrieben durch unsere psychischen Konstitution (Selbstwert, Leistungsmotivation, …). Dieses zweischneidige Schwert möchte ich unter Rubrik „Essstörungen bei Männern“ näher beleuchten. 

Hier findet ihr Beiträge zu dem Thema, dem Stand meiner Forschung und andere Arbeiten, die sich damit auseinandersetzen. 

Disclaimer: Keine Problematik muss „klinisch“ relevant sein. Bei den meisten wird es dies auch zwangsläufig nicht. Falls jedoch ein Leidensdruck besteht, der uns über längere Zeit einschränkt – mit Freunden, auf der Arbeit, im Umgang mit uns selbst – dann besteht Handlungsbedarf. 

Kontakt

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